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Jahresversammlung der Fußballabteilung 2012
Schiedsrichter Nikolaus Stetter gibt einen Einblick in seine Tätigkeit
Die Fußballabteilung hielt am Freitag Abend im Vereinsheim ihre Jahresversammlung ab. Neuwahlen standen nicht auf der Tagesordnung. Neben den Berichten der Sparten und der Entlastung der Abteilungsleitung hielt der Abend einen sehr interessanten Programmpunkt parat: Schiedsrichter Nikolaus Stetter stellte die Schiedsrichtergruppe Friedrichshafen vor und gab einen Einblick in seine Tätigkeit und seinen Werdegang.

Abteilungsleiter Franz Bernhard hielt nach der Begrüßung das Totengedenken für die im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder. Anschließend gab er die Berichte für die Jedermannkicker, die Jugendabteilung sowie die aktive Abteilung ab. Das Jahr 2011 der Fußballer stand im Zeichen der Bezirksliga-Meisterschaft und des Aufstiegs in die Landesliga. Doch auch darüber hinaus gab es eine Vielzahl weiterer Veranstaltungen, die mithalfen, das abgelaufene Jahr zu einem der erfolgreichsten der Fußballabteilung zu machen. Bernhard erwähnte beispielhaft die Spiele der Jedermänner, das große international besetzte Jugendturnier, das Junioren-Fußball-Camp sowie die Verleihung des Zweiten Platzes beim Ehrenamtspreis an den SVK.

AH-Chef Freddy Bentele blickte ebenso auf ein gelungenes Jahr zurück. Die allermeisten Spiele der Seniorenmannschaften konnten gewonnen werden. Eine Gruppe des SVK war im Herbst beim "Flughafenturnier" in Wien dabei. Beste Resonanz fand der Jahresausflug, der im vergangenen Jahr den SVK nach Freiburg im Breisgau führte.

In einem anschließenden Vortrag erinnerte eine Bilderschau an weitere Höhepunkte des vergangenen Jahres. SVK-Vorstand Thomas Glas holte nach den Berichten die Entlastung der Vorstandschaft ein. Diese Entlastung wurde einstimmig erteilt.

Die Einladung eines Schiedsrichters für einen Vortrag auf dieser Versammlung gab den Mitgliedern die Möglichkeit, einmal etwas hinter die Kulissen der Unparteiischen zu werfen. Mit Nikolaus Stetter nahm ein "Spätberufener" diese Einladung an, um zum einen seinen eigenen Werdegang und seine Motive für die Schiedsrichterei darzulegen, um die Schiedsrichtergruppe Friedrichshafen vorzustellen und auch, um für das Amt der Unparteiischen zu werben.

Seit fünf Jahren pfeift Nikolaus Stetter Spiele - heute bis hin zur Bezirksliga. Da er erst in einem Alter begonnen hat, in welchem für den Verband die "Förderungswürdigkeit" aufhört, bezeichnet er sich selber als "Spätberufener". Selber Fußball gespielt hat er nur im Jugendalter - die Motivation für die Schiedsrichterei gewann er mitunter durch die Begleitung seiner Kinder auf die Sportplätze. Was er heute anders machen würde? "Ich würde auf jeden Fall früher damit anfangen, Schiedsrichter zu werden. Wer rechtzeitig damit anfängt, kann es als Schiedsrichter durchaus zu Spielklassen bringen, zu denen es als aktiver Fußballer oft nicht reicht". Stetter zeigt damit auf, dass bei guten Leistungen durchaus Landesliga- und Verbandsliga-Spiele "drin" sind.

Die Schiedsrichtergruppe Friedrichshafen sei nach seinen Angaben vergleichsweise gut aufgestellt und gut geführt. Mehr als die Hälfte der Mitglieder seien so genannte Jungschiedsrichter. "Bei Neulingskursen haben wir oft 80 bis 90 Prozent Teilnehmer im Alter von 14 bis 17 Jahren. Leider halten nicht alle, die die Prüfungen ablegen, auch lange Jahre durch. Daher sind die Schiedsrichter immer wieder auf Nachwuchs angewiesen." Neben einem freien Eintritt für alle Bundesligaspiele sei auch die "Aufbesserung des Taschengeldes" ein Antrieb für die jungen Leute. Nicht ganz glücklich ist Stetter darüber, dass in der starken Schiedsrichtergruppe Friedrichshafen zuletzt nur noch wenige Schiris den Sprung in die Landes- und Verbandsliga geschafft haben. "Da haben wir Nachholbedarf".

Eine Empfehlung für die Vereine hatte Stetter auch parat: "Anrechenbar" für die Vereine sind die Schiedsrichter mit der Leitung von 15 Spielen pro Jahr sowie dem Besuch von vier Schulungsabenden. Oft führt das Fehlen von Schulungsbesuchen zur Nichtanrechenbarkeit. "Schauen Sie in Ihrem Verein, dass die jungen Schiedsrichter auch zu den Schulungen kommen".

Bild: Franz Bernhard dankt Schiedsrichter Nikolaus Stetter für den informativen Vortrag.