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aktualisiert am 21. Sep 09

 

 

U-19-Auswahlspiel DR Kongo - Liechtenstein am 16. September 2009 in Kehlen
Liechtenstein dreht das Spiel in der Schlussphase und gewinnt 2:1 gegen Kongo

Über weite Strecken der zweiten Halbzeit sah Kongo wie der sichere Sieger aus in diesem Spiel. Doch durch zwei Tore in der Schlussphase kam Liechtenstein zu einem eher glücklichen 2:1-Sieg. Vor 250 Zuschauern wurde in der Halbzeit des Spiel die Aktion "Wir helfen Afrika" gestartet.

Beiden Mannschaften zeigten von Beginn an ein sehr temporeiches und technisch gepflegtes Spiel. Vorteile konnte sich in einer sehr ausgeglichenen ersten Spielhälfte keine der Mannschaften erarbeiten, Torchancen blieben Mangelware. So kam einzig Indiana Bourguignon nach 30 Minuten nach einem Angriff über den linken Flügel in den Strafraum, sein Schuss glitt aber am Tor vorbei. Nach dem Seitenwechsel kam Kongo früh zum Führungstreffer: Josephe Iwangi setzte sich im Strafraum durch, umkurvte Liechtensteins Torhüter Mario Tichy und schob den Ball aus spitzem Winkel ins Tor zum 1:0. In der Folge nahm Kongo das Spiel immer mehr in die Hand. Torhüter Tichy verhinderte in der 61. Minute das 2:0, als er einen Schuss von Indiana Bourguignon glänzend parieren konnte.

Eher überraschend fiel nach 84 Minuten der Ausgleich: in einer unübersichtlichen Abwehrsituation bekam Kongo den Ball nicht weg, Stürmer Simon Pirker konnte das Leder über den herauseilenden Torhüter Arsen Mazengo hinweg ins Tor lupfen. Doch damit nicht genug: nur zwei Minuten später verwandelte Sandro Wieser einen Foulelfmeter zum 2:1 für die Kicker aus dem Fürstentum, die damit zu einem knappen Sieg kamen.

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Eine Anzahl von Scouts aus Erst- und Zweitligavereinen waren unter den Besuchern des Spiels - ein Beleg dafür, mit welcher Konzentration der Juniorenfußball in der Spitze beobachtet wird. Das überwiegende Interesse lag dabei bei den afrikanischen Spielern, die überwiegend in belgischen oder französischen Vereinen spielen. Indiana Bourguignon beispielsweise, der auf dem Platz die 9 auf dem Rücken trug, ist beim FC Brüssel im Juniorenteam ein Leistungsträger. Clement Sita agierte im Spiel in Kehlen im Defensivbereich. Die "Nummer 3" des Spiels gilt als eine der großen Hoffnungen für Kongo; er spielt derzeit im französischen Reims.

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Die größte Beachtung fand aber der jüngste Spieler auf dem Platz. Liechtensteins Sandro Wieser ist 16jährig und spielt im Nachwuchsteam des FC Basel. Seine Kaltschnäuzigkeit zeigte Wieser nicht zuletzt auch dadurch, wie er beim Foulelfmeter den kongolesischen Torhüter verlud. Eine hervorragende Spieltechnik und ein sehr gut entwickelter Körperbau machen ihn zu einem der großen Talente im liechtensteinischen Fußball.

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Wenig Mühe mit der Leitung der Partie hatte Schiedsrichter Stephan Gerster aus Oberteuringen. Der freundschaftliche Umgang der beiden Mannschaften zeigte sich auch nach dem Spiel, als die Spieler beider Lager Kontakt zueinander suchten und noch einige Zeit über das Spiel gemeinsam fachsimpelten.

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Ereignisreiche Monate stehen dem liechtensteinischen Fußball-Verband ins Haus. Nachdem im Jahr 2009 das 75jährige Jubiläum des Bestehens gefeiert wird, geht im nächsten Jahr ein sportliches Großereignis über die Bühne: der Verband bekam den Zuschlag für die Ausrichtung der U17-Europameisterschaft, die vom 18. bis 30. Mai 2010 stattfindet. Judith Frommelt ist als Koordinatorin im Fußballverband für die Juniorenteams zuständig und plauderte im Rahmen des Spiels in Kehlen etwas aus dem Nähkästchen. So sind neben dem Rheinparkstadion in Vaduz noch weitere zwei Spielorte zu organisieren. Bei acht teilnehmenden Nationen ist dieses Turnier eine große Aufgabe, die der kleine Verband zu bewältigen hat. Den Worten von Judith Frommelt war aber zu entnehmen, dass viel Engagement und eine sehr hohe Motivation zur Bewältigung dieser Aufgabe vorhanden sind.

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Bild: Dieses Kopfballduell gewann der Kongolese Olivier Ngamp (rechts) gegen den Liechtensteiner Angreifer Simon Pirker (links). Herzlichen Dank für dieses Bild an den Fotografen Eugen Fischer aus Pfullendorf.

zu weiteren Bildern vom Spiel
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Aktion zur Fußball-WM 2010 in Südafrika
"Wir helfen Afrika": Zum Start erhielt Bürgermeister Roland Weiß die Urkunde sowie den symbolischen Spendenschuh

Von den Initiatoren des damaligen Hilfsprojektes "Wangen hilft Togo", welche sich anlässlich des WM-Aufenthaltes der afrikanischen Nationalmannschaft zusammen getan haben, kommt nun ein neues Hilfsprojekt: "Wir helfen Afrika - die Initiative aus Baden-Württemberg". Im Rahmen des U-19-Länderspiels in Kehlen übergaben die Initiatoren der Aktion die Teilnehmerurkunde sowie den symbolischen Spendenschuh an Mekcenbeurens Bürgermeister Roland Weiß.

Christian Skrodzki aus Leutkirch und Dr. Igor Wetzel aus Wangen, Vorstande des Trägervereins, konnten bereits während der Halbzeitpause des Spiels die Erstspende entgegennehmen: Kehlens Fußballabteilungsleiter Franz Bernhard nahm die an Weihnachten übliche Gabe des Vereins an ein soziales Projekt -dies wird an Stelle von Geschenken innerhalb des Vereins seit Jahren so gemacht- zeitlich vorweg und warf den Geldbetrag in den "big shoe". Noch während des Spiels machten die Initiatoren -allen voran Stephan Schnippe, der vom Trägerverein für die Betreuung der Aktion in Meckenbeuren zuständig ist- mit dem Schuh den Weg um den Sportplatz herum und konnten bereits eine sehr stattliche Spendensumme entgegen nehmen.

Bild: Übergabe von Spendenschuh und Teilnehmerurkunde an die Gemeinde Meckenbeuren. von links: SVK-Vorstand Thomas Glas, Dr. Igor Wetzel (verdeckt), Christian Skrodzki, Bürgermeister Roland Weiß, Stephan Schnippe sowie SVK-Fußballchef Franz Bernhard.

weitere Informationen aus der Homepage des Vereins "Wir helfen Afrika"             

Homepage der Gemeinde Meckenbeuren mit der Projektbeschreibung